LFV-Forum Brandschutzerziehung und -aufklärung 2010
10 Jahre Brandschutzerziehungkonzept in Bayern
21.07.2010 - 00:25 Uhr
Fast 80 Teilnehmer
konnten
begrüsst werden
Bei hochsommerlichen Temperaturen kamen dieses Jahr am 10. Juli knapp 80 Brandschutzerzieher/innen aus ganz Bayern nach Würzburg zur Fortbildungsveranstaltung „Brandschutzerziehung und –Aufklärung 2010“.In seinen Grußworten ging der stellvertretende Vorsitzende des LFV Bayern e.V. Ltd. BD Franz-Josef Hench auf das Jubiläum „10 Jahre Brandschutzerziehungkonzept in Bayern“ ein. Im April und Mai 2000 wurden die ersten (kostenlosen) Brandschutzerziehungskoffer an die 96 Kreis- und Stadtfeuerwehrverbände ausgegeben. Seit dieser Zeit ging die Zahl der Kinderbrandstiftungen von insgesamt 164 (im Jahr 1999) auf 5 (im Jahr 2009) zurück. Dies sei u.a. auch auf die gute Arbeit der Brandschutzerzieher/innen zurückzuführen.
Da die Brandschutzerziehungskoffer „in die Jahre gekommen waren“, wurden sie inzwischen inhaltlich überarbeitet. Franz-Josef Hench bedankte sich zum Schluss bei allen Brandschutzerziehern für ihr Engagement und die vorbildliche Arbeit sowie bei der Staatlichen Feuerwehrschule für die Unterstützung beim Forum.
Die
Mitglieder des Fachbereiches 9 im LFV Bayern
Nach der Begrüßung durch den Fachbereichsleiter Robert Wagner wurden den Forumsteilnehmern die Mitglieder des Fachbereichs 9 vorgestellt. Anschließend präsentierte er die derzeitigen Themenschwerpunkte bzw. wichtige Neuerungen des Fachbereichs:- Brandschutzerziehung (VollzBekBayFwG):
Das Thema Brandschutzerziehung wurde mit einer Themensammlung zur Änderung der VollzBekBayFwG des LFV Bayern im März 2010 an das Bayerische Staatsministerium des Innern (StMI) mit der Bitte um Aufnahme weitergeleitet.
- Lehrgangsplätze „Brandschutzerziehung“:
Der Fachbereich 9 fordert eine Erhöhung der Anzahl der Lehrgangsplätze des Lehrgangs „Brandschutzerziehung“ der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg, da der Bedarf der Feuerwehren in Bayern in den letzten Jahren nur zur Hälfte abgedeckt worden ist. Diese Bitte wurde im Herbst letzten Jahres an das StMI weitergeleitet.
- Notrufabfrageblatt:
Das überarbeitete Notrufabfrageblatt des Brandschutzerziehungskoffers ist jetzt konform mit den W-Fragen des StMI. Es wurden auch Änderungen eingearbeitet, die durch die Einführung der Integrierten Leitstellen in Bayern notwendig geworden sind. Das aktuellste Notrufabfrageblatt kann als PDF-Datei auf der Homepage des LFV herunter geladen werden: Download hier...
- Neue Schadensbilder für den BE-Koffer:
Sie stehen ab sofort auf der LFV-Homepage zum Download bereit und können selbst ausgedruckt und einlaminiert werden.
Als nächsten Punkt des Eröffnungsteiles wurden die aktuellen Neuigkeiten vorgestellt:
-
die aktuelle Todesursachenstatistik (Deutschland): Exposition gegenüber Rauch, Feuer und Flammen 1998 – 2008. Diese Info ist auch auf der Homepage des LFV als PDF-Datei erhältlich.
- Der gemeinsame Ausschuss (GA) „Brandschutzaufklärung“ (vfdb/DFV) hat zur Interschutz in Leipzig das aktualisierte und erweiterte Handbuch „Brandschutz für Senioren“ herausgegeben. Es kann über die Homepage www.brandschutzaufklaerung.de oder www.mission-sicheres-zuhause.de für 10 Euro pro Stück erworben werden.
Der GA des DFV und der vfdb führt diese Jahr das Forum BE/BA in Koblenz durch. Anmelden kann man sich über die o.g. Homepage.
- Freitag, der 13. August 2010 ist dieses Jahr der „Tag des Rauchmelders“. Kostenlose Flyer sowie Poster können über die Homepage www.rauchmelder-lebensretter.de bestellt werden.
Als wichtigste Neuerung wurde den Forumsteilnehmern der im Februar 2010 gegründete Arbeitskreis „Wissen für Brandgefahren“ vorgestellt. Ziel dieses AKs ist es, darauf hinzuwirken, dass die Brandschutzerziehung ähnlich der Verkehrserziehung im Lehrplan der Grundschule verpflichtend aufgenommen und die BE bei den Lehrkräften etabliert wird. Der Arbeitskreis des Fachbereiches 9 hat hierzu einen Mindeststandart, sowie einen erweiterten Standard für die BE in der Grundschule festgelegt. Der Mindeststandard erfüllt die minimale Anforderung von Seiten der Feuerwehren, die den Schülern der Grundschule im Rahmen der Brandschutzerziehung vermittelt werden soll. Entwürfe, für die Integration der BE-Themen im Lehrplan sowie die dazu gehörende Ausführungsverordnung für die 3. Jahrgangstufe, sind bereits dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus (StMUK) vorgestellt worden. Aktuell beschäftigt sich der Arbeitskreis mit der Zusammenstellung von Arbeits- und Unterrichtsmaterialen mit dem Schwerpunkt 3. Jahrgangsstufe.
Nach der Eröffnungsveranstaltung wurden 5 verschiedene Workshops insgesamt viermal parallel durchgeführt:
Nach der Eröffnungsveranstaltung wurden 5 verschiedene Workshops insgesamt viermal parallel durchgeführt:
- Ursula Hain diskutierte das Thema „Feuer machen im KiGa – pro & contra“.
Das Modellrauchhaus -
Gefahren des Brandrauches und dessen rasche Ausbreitung können damit
gezeigt
werden
- Helmut Steck führte einen Beispielunterricht mit einem Modellrauchhaus vor.
- Stefan Grebner erörterte Möglichkeiten, das richtige Verhalten im Brandfall bei Kindern in Kindergarten und Grundschule altersgerecht zu schulen.
- Uli Kraus demonstrierte zusammen mit Thomas Hain, wie die Schutzkleidung der Feuerwehr kindgerecht vorgeführt und erklärt werden kann.
Carsten Mühlan
erklärt den
Umgang mit Handpuppen in der Brandschutzerziehung
- Karsten Mühlan führte einfache Tricks und Techniken für den richtigen Umgang mit Handpuppen vor.
Fachbereichsleiter Robert Wagner überreichte abschließend den Leitern der Workshops und den Fachbereichs-Kollegen am „Empfang“ ein kleines Geschenk. Er bedankte sich nochmals bei allen Kameradinnen und Kameraden, die am Forum mitgewirkt haben, bei den Teilnehmern für ihre aktive und kompetente Mitarbeit, sowie bei Hermann Stieber (stellvertretend für die Staatliche Feuerwehrschule Würzburg) für die Unterstützung beim Forum und die gute Zusammenarbeit.
Quelle:
LFV Bayern e.V. Fachbereich 9 Robert Wagner 21.07.2010
