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Feuerwehr-Aktionswoche 2005 vom 16.09. bis 25.09.2005

15.09.2005 - 01:55 Uhr
Feuerwehr-Aktionswoche 2005
vom 16.09. bis 25.09.2005

„Doppelt im Einsatz – Beim Arbeitgeber und bei der Feuerwehr“

Ziel der Feuerwehr-Aktionswoche  ist es, dem Bürger und vor allem auch dem Arbeitgeber bewusst zu machen, dass die Freiwilligen Feuerwehren in Bayern

  • mehr als 325.000 aktive Mitglieder, davon 19.000 Frauen,
  • Bayernweit an 7.778 Standorten präsent sind
  • rund 180.000 bis 200.000 Einsätze im Jahr leisten und
  • mehr als 52.000 Jugendlichen sinnvolle Freizeitgestaltung bieten.
Dass unsere Feuerwehrkameraden Verantwortung übernehmen für sich selbst, am Arbeits-platz und in der Gesellschaft, ist eine wichtige Komponente, die es gilt, den Mitbürgern und den Arbeitgebern bewusst zu verdeutlichen, ihnen aber auch für ihr Entgegenkommen zu danken und ihnen zu versichern dass man sich immer und jederzeit auf aktive Feuerwehrkameraden verlassen kann.

Als weiteren Leitspruch haben wir uns für die diesjährige Feuerwehr-Aktionswoche aus der Imagekampagne des Landesfeuerwehrverbandes Bayern den folgenden Satz entliehen:

„nur weil unsere Arbeitgeber Verständnis für unser Ehrenamt haben ………

……… können wir schnell und effizient Hilfe leisten !“

Trefflich ist dabei, dass der Arbeitgeber die enorm wichtige Komponente ist, ohne die ein freiwilliges Engagement in der Feuerwehr zugunsten der Gesamtbevölkerung nahezu unmöglich ist. Trotz der Tatsache, dass das Bayer. Feuerwehrgesetz eine Freistellung der Feuerwehrdienstleistenden für die Einsätze und die Ausbildung vorsieht, ist eine gedeihliche Zusammenarbeit sehr wichtig.

Die bayerischen Feuerwehren, und federführend der Landesfeuerwehrverband Bayern, möchten die Feuerwehr-Aktionswoche 2005 zum Anlass nehmen, für diese nutzbringende Zusammenarbeit zu werben und draußen vor Ort praxisnah und effizient diesen Schulter-schluss zu demonstrieren. Wir, die bayerischen Feuerwehren, bieten ein maximales Engagement im Job und Ehrenamt. Wir stehen für Teamgeist, Eigeninitiative und hohes Verantwortungsbewusstsein.

Dabei haben die Katastropheneinsätze Ende August wieder klar aufgezeigt, wie wichtig es ist, dass wir eine so hohe Zahl an ehrenamtlichen, gut ausgebildeten und motivierten Kräften zur Verfügung haben.

Insgesamt wurde in über 18 Landkreisen und Städten Katastrophenalarm ausgelöst.

Zusätzlich waren wegen dem Hochwasser in weiteren 12 Städten und Landkreisen in Bayern Feuerwehren stundenlang im Einsatz um überflutete Keller auszupumpen.

Dabei wurden von über 28.000 Einsatzkräften über 400.000 Einsatzstunden geleistet.

Welche Organisation könnte in so kurzer Zeit:

  • so viele Einsatzkräfte
  • so lange
  • so motiviert
  • so qualifiziert und ausgebildet
  • freiwillig und ehrenamtlich stellen.

Es gibt keine Organisation die dies umsetzen kann, außer unsere Bayerischen Feuerwehren.

Darauf sind wir stolz.

Bei diesen Katastropheneinsätzen hat man die Notwendigkeit unseres flächendeckenden Feuerwehrsystems in Bayern wieder klar feststellen können.

Nur so ist es uns möglich, über Tage hinweg an den Einsatzstellen Hilfe zu leisten, weil wir durch die hohe Anzahl der Feuerwehren auch die entsprechende Reserve und Resoursen von Einsatzkräften haben.

Die Feuerwehren stellen Bayernweit mit rund 325.000 Einsatzkräften das größte Helferkontingent im Katastrophenschutz. Sie leisten mit Abstand die meisten Einsätze im Bereich der Technischen Gefahrenabwehr und der Brandbekämpfung. Sie haben die meisten Führungskräfte mit Spezialwissen in den Bereichen Brandbekämpfung, Technische Hilfeleistung und ABC-Schutz.

Die Bürger und Bürgerinnen unseres Staates und unserer Landkreise und Gemeinden können sich auf ihre Feuerwehr verlassen.

Verlassen aber nur dann, wenn die Arbeitgeber ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen die bei der Feuerwehr ehrenamtlich tätigen sind für diesen Einsatzdienst freistellen.

Denn auch Sie könnten einmal die Feuerwehr brauchen.

Allein jedes Jahr werden Bayernweit rund 180.000 bis 200.000 Einsätze durch die Feuerwehr getätigt. Dies bedeutet Bayernweit täglich über 500 Einsätze und heißt wiederum, dass alle 2,5 bis 3 min. eine Feuerwehr für Hilfeleistungen jeglicher Art unterwegs ist.

Was aber dabei noch bedeutender ist, ist die Tatsache, dass zum einen bei techn. Hilfeleistungen im letzten Jahr über 7.763 Personen und bei Bränden über 1.054 Personen gerettet wurden.

Diese Zahlen sprechen auch in Zukunft für die Notwendigkeit unseres derzeitigen flächendeckenden Hilfeleistungssystems.

„Doppelt im Einsatz – Beim Arbeitgeber und in der Feuerwehr“

Quelle: Pressemitteilung LFV Bayern e.V. 13.09.2005