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Rauchmelder sollen auch vor Hochwasser warnen

Feuerwehr: Sofortinformation der Bevölkerung muss verbessert werden

24.08.2005 - 20:30 Uhr
Die Feuerwehren warnen angesichts der Flutkatastrophe in der Alpen­region vor einer gefährlichen Sicherheitslücke: „Uns fehlen nach dem Abbau der Luftschutzsirenen die Möglichkeiten, die betroffenen Menschen zu jeder Zeit und mit dem notwendigen Weckeffekt zu erreichen“, sagt Bernd Pawelke, Vize­präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).

Der Spitzenverband der Feuerwehren fordert deshalb, Rauchwarnmelder für Privatwohnungen mit einem zusätzlichen Funkchip auszustatten und zur War­nung der Bevölkerung einzusetzen. Eine entsprechende Initiative bei Bund und Ländern hat der Deutsche Feuerwehrverband gestartet.

Nachts brauchen wir immer einen Weckeffekt

„Bei der aktuellen Katastrophe haben uns in Bayern eine ausreichende Vor­warnzeit und die guten Vorbereitungen in den Hochwassergebieten geholfen“, sagt Feuerwehr-Vizepräsident Pawelke. „Darauf können wir uns aber nicht immer und überall verlassen. Wenn eine Region nachts von einer Flutwelle oder einem anderen Ereignis überrascht wird, sind Lautsprecherdurchsagen und Rundfunk­meldungen nur dann wirkungsvoll, wenn wir vorher ein Wecksignal geben kön­nen. Rauchmelder können diese gefährliche Warnlücke schließen“, betont Pawelke.

Rauchwarnmelder in Privatwohnungen sind bereits in Hamburg, Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Schleswig-Holstein gesetzlich vorgeschrie­ben. Pawelke: „Die häusliche Sicherheit könnte mit einem Funkchip also einfach und zuverlässig um die Warnwirkung im Katastrophenfall ergänzt werden.“

Quelle: Presseinformation DFV Nr. 60/2005 24.08.2005